Shakiras ,Waka Waka (This Time for Africa)‘, der offizielle Song zur FIFA Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, suggeriert, den gesamten Kontinent Afrika und dort produzierte Musik als homogene Masse repräsentieren zu können. Doch können das Lied sowie das Video wirklich die Vielfalt der Kulturräume Afrikas widerspiegeln, oder werden hier, wie der Musikwissenschaftler Johannes Ismaiel-Wendt der populären Musik generell unterstellt, eurozentrische Stereotype reproduziert, die aus der Kolonialzeit stammen? Genau dieser Frage möchte ich im vorliegenden Essay nachgehen.
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Gedanken eines Fans zur Fußball-Europameisterschaft 2021
Ich schreibe aus der wohl privilegiertesten Perspektive als cis-männlicher, weißer, in Süddeutschland geborener und dort sozialisierter Fußballfan. Diese dominante Perspektive versuche ich zu hinterfragen und zu verstehen, was auch zum Teil meine hier niedergeschriebenen Gedanken leitet.
Wir schreiben das Jahr 2021 und die UEFA (Union of European Football Associations) bereitet sich auf die Europameisterschaft der Männer* vor, die mit ihrer 16. Austragung dieses Jahr zum ersten Mal in der Geschichte in mehreren Ländern veranstaltet werden soll.
Fußball!
Fußball!
Und schon hast du ein Bild im Kopf.
Vor Augen – eine kleine Unterstellung:
Spieler – und leider ja, wahrscheinlich Männer*; Trikots; Mannschaften; Fans und deren Chöre; ein Stadion; das Grün des Rasens; die weißen Linien; der Ball; das Tor.
Ein “Wir-Gefühl”…?
Emotionen!?
Lack-cess to higher education!
On March 9th 2021 Wits students took to the streets to protest financial exclusion and being denied registration.
Buzzword or Critical Tool? – Rethinking Diversity
Diversity is a word that has created a much heated debate throughout the last years. Created jobs – called diversity managers, some mystical creatures who might be social workers? Managers? Concerned about equality in the workspace? – No one really knows. It has become a buzzword used to describe our unbreakable commitment to gender equality and non-discrimination – to acknowledge and “celebrate” (some ways) in which we are different – because we realized we cannot fully deny them…
„FACTFULNESS. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“
Ein Buch, über das Bill Gates schreibt, es sei „eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe“ – das muss doch etwas können! Oder?
Das Buch beginnt mit einem Test, und ich möchte diese Rezension genauso beginnen. Es handelt sich um insgesamt 13 Fragen über globale Muster und Trends mit je drei Antwortmöglichkeiten, von denen ich dir hier exemplarisch zwei stellen möchte:
Wie viele der einjährigen Kinder auf der Welt sind gegen irgendwelche Krankheiten geimpft?…
WHO SPEAKS ?! – let´s talk about positionalities
What do we mean when we speak about positionalities? What is my positionality and why is it important to ask this question before writing something someone else might read?
Identität lässt sich nicht verstecken
„Wir kennen alle Namen. Die, die sie uns geben, so gut wie die, die sie uns nehmen.“ Tanasgol Sabbagh: 2021. Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin. Namen, die nach 70 Jahren Einwanderungsgeschichte in Deutschland wohl immer noch von den Wenigsten ausgesprochen werden können. Nicht aus Unfähigkeit, sondern meiner Meinung nach aus reiner Arroganz. Doch nun ist Deutschland in der Pflicht, sich diese neun Namen bis ans Ende der Zeit zu merken. Es ist schon ein paar Wochen her, dass sich der Anschlag in Hanau gejährt hat. Doch erst jetzt bringe ich es fertig, etwas zu Papier zu bringen. Denn um ehrlich zu sein: sözün bittiği yerdeyiz. Das heißt so viel wie „Es sind keine Worte mehr übrig“, und doch gibt es noch immer einiges zu sagen. Nichts von dem ist dabei neu oder revolutionär, weshalb sich die Frage aufdrängt, warum wir als Gesellschaft immer noch am selben Punkt verharren und wann wir endlich aus der Vergangenheit lernen. Ich habe Zeit gebraucht, die Geschehnisse zu verarbeiten, denn anstatt in Frieden trauern zu können, müssen wir bangen und gleichzeitig stark genug sein, um uns nicht von der Angst lähmen zu lassen.
AUX POST Perspektiven.Wechsel
Im Rahmen der Internationalen Wochen (15.-28. März 2021) haben wir gemeinsam mit verschiedenen Initiativen, Institutionen und Akteur:innen einen virtuellen postkolonialen Stadtrundgang konzipiert, mit dem ihr Augsburg aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen könnt. Alle bisherigen Stationen findet ihr hier. Oder schaut einfach täglich auf Instagram unter @postcolonial.realities vorbei, was es Neues zu entdecken gibt.
Spielend die Welt erobern!
Brettspiele können auf eine tausende von Jahren alte Tradition zurückblicken, die weit vor Beginn der christlichen Zeitrechnung zu situieren ist;[1] dementsprechend stellen Brettspiele für Historiker*innen eine wertvolle Quelle dar, um mehr über die jeweiligen Kulturen zu lernen. Während vor dem 19. Jahrhundert Brettspiele häufig nur ein Privileg für wenige Menschen waren, schafften die allmählichen technischen Entwicklungen im Rahmen der ersten industriellen Revolution in Westeuropa und den USA die Voraussetzungen, um eine Popularisierung von Brettspielen einzuleiten.[2] Die verbesserten Lebensbedingungen führten zudem zu einer Umstrukturierung der Freizeit, sodass seit dem 20. Jahrhundert immer mehr Spielverlage sogenannte moderne Brettspiele herstellen.[3]
