Rassismus. Macht. Privilegien.

Willkommen bei PostcolonialRealities!

Postcolonial realities ist eine Informations- und Diskussionsplattform rund um die pluralen Facetten und Wirkungsbereiche des Postkolonialismus. Im Fokus stehen Beiträge von Studierenden der Universität Augsburg, die genau diese Themen kritisch betrachten.

Unser Ziel ist es, postkoloniale und rassistische Strukturen zu problematisieren und zur Diskussion zu bringen. Daher sind wir uns auch dessen bewusst, dass bestimmte Stimmen häufiger zu Wort kommen als andere. Wir verstehen PostcolonialRealities als Prozess der Sichtbarmachung und der stetigen (Selbst-)Reflexion, weshalb wir Euch einladen möchten Eure Blickwinkel zu teilen.

Deine Perspektive fehlt auf unserem Blog? Du möchtest persönliche Erfahrungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Postkolonialismus und Rassismus(-kritik) auf unserem Blog teilen? Schreibe uns gerne über unser Kontaktformular oder per Mail an postcolonialrealities@outlook.de!

  • Identität lässt sich nicht verstecken
    „Wir kennen alle Namen. Die, die sie uns geben, so gut wie die, die sie uns nehmen.“ Tanasgol Sabbagh: 2021. Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin. Namen, die nach 70 Jahren Einwanderungsgeschichte in Deutschland wohl immer noch von den Wenigsten ausgesprochen werden können. Nicht aus Unfähigkeit, sondern meiner Meinung nach aus reiner Arroganz. Doch nun ist Deutschland in der Pflicht, sich diese neun Namen bis ans Ende der Zeit zu merken. Es ist schon ein paar Wochen her, dass sich der Anschlag in Hanau gejährt hat. Doch erst jetzt bringe ich es fertig, etwas zu Papier zu bringen. Denn um ehrlich zu sein: sözün bittiği yerdeyiz. Das heißt so viel wie „Es sind keine Worte mehr übrig“, und doch gibt es noch immer einiges zu sagen. Nichts von dem ist dabei neu oder revolutionär, weshalb sich die Frage aufdrängt, warum wir als Gesellschaft immer noch am selben Punkt verharren und wann wir endlich aus der Vergangenheit lernen. Ich habe Zeit gebraucht, die Geschehnisse zu verarbeiten, denn anstatt in Frieden trauern zu können, müssen wir bangen und gleichzeitig stark genug sein, um uns nicht von der Angst lähmen zu lassen.
  • AUX POST Perspektiven.Wechsel
    Im Rahmen der Internationalen Wochen (15.-28. März 2021) haben wir gemeinsam mit verschiedenen Initiativen, Institutionen und Akteur:innen einen virtuellen postkolonialen Stadtrundgang konzipiert, mit dem ihr Augsburg aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen könnt. Alle bisherigen Stationen findet ihr hier. Oder schaut einfach täglich auf Instagram unter @postcolonial.realities vorbei, was es Neues zu entdecken gibt.
  • Spielend die Welt erobern!
    Brettspiele können auf eine tausende von Jahren alte Tradition zurückblicken, die weit vor Beginn der christlichen Zeitrechnung zu situieren ist;[1] dementsprechend stellen Brettspiele für Historiker*innen eine wertvolle Quelle dar, um mehr über die jeweiligen Kulturen zu lernen. Während vor dem 19. Jahrhundert Brettspiele häufig nur ein Privileg für wenige Menschen waren, schafften die allmählichen technischen Entwicklungen im Rahmen der ersten industriellen Revolution in Westeuropa und den USA die Voraussetzungen, um eine Popularisierung von Brettspielen einzuleiten.[2] Die verbesserten Lebensbedingungen führten zudem zu einer Umstrukturierung der Freizeit, sodass seit dem 20. Jahrhundert immer mehr Spielverlage sogenannte moderne Brettspiele herstellen.[3]
  • ‚Gegenwartsbewältigung‘ – Abrechnung mit Nazi-Almanya
    Gegenwartsbewältigung ist nach Max Czolleks erstem Buch Desintegriert euch! die zweite kritische Abrechnung mit Deutschlands Politik und ihren Diskursen/ Diskursverschiebungen. Schon der Titel ist ein bewusst gewähltes Wortspiel und verweist auf die Vergangenheit Deutschlands, die wohl doch noch nicht ganz passé ist.
  • No Lives Matter
    It’s unfortunate that we even have to say ‚Black Lives Matter‘, I mean, if you go through history nobody ever gave a fuck. I mean, you can kill black people in the street, nobody goes to jail, nobody goes to prison. But when I say ‚Black Lives Matter‘ and you say ‚All Lives Matter‘, that’s like if I was to say ‚Gay Lives Matter‘ and you say ‚All Lives Matter‘. If I said, ‚Women’s Lives Matter‘ and you say ‚All Lives Matter‘, you’re diluting what I’m saying. You’re diluting the issue. The issue isn’t about everybody. It’s about black lives, at the moment. Ice-T/Ernie C. 2017: No Lives Matter

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten